Globaler Umweltschutz ist die wohl größte Herausforderung unserer Zeit. Das zeigen Plastikmüll und CO2-Emissionen eindrücklich, denn sie kennen keine Grenzen. Deshalb sind nur gemeinschaftliche Lösungen der Schlüssel für einen erfolgreichen Wandel.

3-C-Inititative: Mit Verantwortungsbewusstsein den Finanzsektor verändern

Erst kürzlich kamen die Chefs aller Nachhaltigkeitsbanken in Kanada zu einem GABV-Summit zusammen. Tagungsort war das grüne Vorzeige-Kongresszentrum „Vancouver Convention Centre West“. Auf dem Programm stand eine große Idee: zu untersuchen, wie ein verantwortliches und transparentes Bankensystem in eine radikal andere Zukunft führt. Vor dem Hintergrund von Migration, der #MeToo-Debatte und weltweiter Gletscherschmelze galt es Lösungen zu entwickeln, wie wertebasierte Bankgeschäfte die sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen bewältigen können. In der finalen Keynote des Summits wurde deutlich: Eine Koalition von verantwortungsbewussten Finanzinstituten kann der Katalysator für den Wandel werden.

Wie diese Marschrichtung aussehen kann, zeigt dieses Beispiel: Zusammen mit 27 Nachhaltigkeitsbanken aus aller Welt ist die UmweltBank aktiv geworden und hat kürzlich das Climate Change Commitment der GABV, auch bekannt als 3C-Initiative, unterzeichnet. Mit dem Abkommen bekennen sich die Banken zu dem Ziel des Pariser Klimaabkommens, den globalen Temperaturanstieg in diesem Jahrhundert deutlich unter zwei Grad Celsius zu halten. Sie gehen sogar noch einen Schritt weiter: Sie verpflichten sich, ihren eigenen CO2-Fußabdruck bei ihren Bankgeschäften zu messen und zu veröffentlichen. Das erfordert ständige Kontrolle und Überwachung. Ein Aufwand, den die UmweltBank gerne betreibt.

Als Mitglied der GABV dürfen wir uns mit dem Mitglieds-Badge schmücken. | Foto: GABV

Worten Taten folgen lassen: Konsequent sozial- und umweltverträgliche Kreditvergabe

Nachhaltigkeit ist ein großes Wort. Eines mit dem sich mittlerweile viele große Unternehmen schmücken. Überall werden Produkte heute als fair oder bio deklariert. Doch nicht immer folgen Worten Taten oder eine gelebte Unternehmensphilosophie. Bei der UmweltBank ist Nachhaltigkeit Teil der DNA. Sie verpflichtet sich etwa dem europäischen Standard EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) – dem weltweit anspruchsvollsten System für nachhaltiges Umweltmanagement. Es macht die Umweltleistungen der Bank mit anderen Unternehmen vergleichbar und die Bemühungen messbar, vor allem aber transparent.

Um mehr Geld in tatsächlich nachhaltige Unternehmungen fließen zu lassen und diesen Sektor zu stärken, setzt die UmweltBank die eigenen Ansprüche auch bei Kreditnehmern voraus. Die Bank vergibt ausschließlich Kredite an ökologisch wertvolle und sozialverträgliche Projekte. Rund 23.000 waren es in den vergangenen 20 Jahren. Wie bei allen anderen Nachhaltigkeitsbanken sind die ESG-Kriterien (Environmental, Social und Governance) die Basis für Kreditentscheidungen. Genau wie die Prüfung, ob die Ideen und Vorhaben auch wirtschaftlich sind. Die UmweltBank will Veränderung fördern – und keine Luftschlösser bauen.

In der GABV trifft die UmweltBank auf Gleichgesinnte. Das schafft eine gemeinsame Arbeitsebene mit dem Konsens: Grün sein, Grün fördern. Obwohl es in Deutschland eine kleine Zahl nachhaltig orientierter Banken gibt, ist dieser Ansatz derzeit eher die Ausnahme als die Regel. Umso wichtiger ist es, dass sich Nachhaltigkeitsbanken aus aller Welt in einem globalen Netzwerk wie der GABV zusammenschließen. Das erzeugt eine relevante Masse. Und nur auf diese Weise werden nachhaltige Geschäftsmodelle und deren Finanzierung in Zukunft zur Normalität.

Mehr Informationen zur Global Alliance for Banking on Values unter: gabv.org