Der Weihnachtsbaum

Nahezu 30 Millionen Weihnachtsbäume finden jedes Jahr Einzug in die deutschen Haushalte. Die meisten davon erleben ein jähes Ende nach dem Dreikönigstag und werden schlicht weggeworfen. Ein Plastikbaum ist allerdings keine gute Alternative, darauf weist der World Widelife Fund (WWF) hin. Künstliche Bäume zahlen lediglich auf den eh schon viel zu großen Berg an Plastikmüll ein.

Besser sind Bäume im Topf, denn diese können nach dem Fest eingepflanzt werden. Wer dafür kein geeignetes Plätzchen findet, kann Weihnachtsbäume im Topf mieten. Regionale Baumschulen liefern die Bäumchen gegen Gebühr sogar an. Wer auf den eigenen Baum ganz klassisch im Ständer nicht verzichten möchte, sollte wenigstens darauf achten, dass der Baum aus FSC-zertifizierter Fortwirtschaft kommt.

Tipp: Tannennadeln in einem Stoffsäckchen geben einen schönen Raumduft ab. Damit bleibt ein bisschen festliche Stimmung im Haus, auch wenn der Baum längst abgeräumt ist.

Sie sind offen für alternative Weihnachtsbräuche? Dann dekorieren Sie doch Ihre Wohnzimmerpalme oder eine andere große Grünpflanze im Haus. Eine Lichterkette, ein paar Schleifen oder Zuckerstangen und schon versprüht sie weihnachtlichen Glanz.

Apropos Lichterketten: Lichterketten mit LED-Birnchen verbrauchen deutlich weniger Energie als herkömmliche. Und auch diese gibt es in verschiedenen Lichtfarben, von Hell- bis Warmweiß. Auf echte Kerzen sollte man am besten ganz verzichten. Denn das Abbrennen produziert Stickstoffoxide und Ruß.

Anstatt den klassischen Weihnachtsbaum im neuen Jahr direkt wegzuwerfen, gibt es mittlerweile viele nachhaltigere Alternativen, die weniger Müll produzieren. | Foto: Simon Berger / unsplash

Die Geschenke

Bei den Geschenken gelten eigentlich die gleichen Regeln wie bei jeder Konsumentscheidung, wenn man nachhaltig leben möchte. In erster Linie sollte man überlegen, ob der Kauf wirklich sinnvoll ist. Kann der oder die Beschenkte es wirklich
brauchen? Hat das Geschenk eine möglichst lange Lebensdauer? Eine Zimmerpflanze – mit oder ohne Weihnachtsdeko – ist beispielsweise ein nachhaltigeres Geschenk als ein tanzender Plastiknikolaus. Geschenke, die Batterien erfordern, sind sowieso nicht im Sinne der Umwelt. Hingegen punkten lokale Produkte und alles, was essbar ist, mit einer deutlich besseren CO2-Bilanz. Und statt vieler kleiner Geschenke, die vielleicht nur im Moment des Auspackens eine nette Überraschung sind, schenkt man besser ein Größeres.

Getreu dem Motto „Zeit statt Zeug“ kann ein gemeinsames Erlebnis das schönere und umweltfreundlichere Geschenk sein, vom Barista-Kurs über einen Ausflug bis hin zu einem Restaurantbesuch. Auch Patenschaften sind ein sehr persönliches Geschenk: Zoos und Umweltschutzorganisationen bieten diese für Tiere oder Bäume an.

An den drei Festtagen verursacht jede_r Deutsche im Durchschnitt 338 Kilogramm CO2.

Das ein oder andere regionale Geschenk findet sich vielleicht beim Bummel auf dem Weihnachtsmarkt. | Foto: cmo photo / unsplash

Das Essen

Kein Weihnachten ohne Festschmaus. Und gerade beim Essen rauscht der CO2-Fußabdruck in schwindelerregende Höhen. Denn das, was wir essen, hat eine enorme Auswirkung auf Natur und Umwelt. So ist die Fleischindustrie weltweit für fast 15 Prozent unserer Treibhausgase verantwortlich. Ein vegetarisches Weihnachtsessen macht das Fest gleich um einiges nachhaltiger. Wenn man dazu noch regional, saisonal und möglichst verpackungsfrei einkauft, werden alle umweltbewussten Weihnachtsengel vor Freude singen. Reste sollten Sie natürlich möglichst einfrieren und nicht wegwerfen.

Zum nachhaltigen Weihnachtsessen passt ein guter, ökologisch produzierter Tropfen aus einer regionalen Destillerie oder Weinkellerei – übrigens nicht nur am Tisch, sondern auch unterm Baum als Geschenk.

Ein vegetarisches Weihnachtsessen macht das Fest umso nachhaltiger. | Foto: Christina Rumpf  / unsplash